die kacke mit den lovesongs…

zeitgleich mit dem letzten stück entstand ein weiterer text, den ich sehr schön finde und musikalisch hat das lied auch eine schöne idee, an dessen umsetzung es gerade (was heißt gerade? schon seit anfang märz) wieder einmal hapert. das stück blieb eine ganze weile liegen, weil scheinbar drüber hinweg gekommen, jedoch wurd es dann doch wieder aktuell. und was soll man sagen… ich hab gemerkt, dass das lied nicht nur über die person handelt, in deren zusammenhang ich den text geschrieben habe, sondern auch über das mädel, das an der stelle kommen sollte und wieder ging.
ich habe mich früher hin und wieder gerne darüber aufgeregt, dass ein riiieeesenteil der songs in den charts nur über liebe handelt und auch einige evergreens oder eigene lieblingslieder sind dabei, die das thema behandeln. und ich dachte, was für ne scheiße, können die nicht über was anderes singen oder haben die nicht viel wichtigere probleme? kritik an staat, menschheit oder die findung von lösungen weltbewegender probleme? aber neben der massentauglichkeit des themas hat das thema doch ein sehr großes identifikationsmoment, gerade wenn es um die andere seite der medaille geht. schmerz und alleinsein kennt da wohl jeder. zudem kommt da wohl auch noch hinzu, dass es eben kaum eine krise in der welt gibt, die einen doch so sehr trifft und bewegt, als eben genau dieses angesprochene thema. und so erwische ich mich dabei, wie ich an einem verregneten abend allein in meinem zimmer sitze, mit nem hangover von den suffeskapaden der letzten nacht, das letzte stück wieder rausgekramt, und versuche, diese melancholie in eine ehrliche musik zu verpacken. diese scheißthema ist doch so leidig und zugleich so zuckersüß, dass es fast egal ist, auch welcher seite man sich da gerade befindet.

denn auch im selbstmitleid finden viele gefallen, nicht nur ich. da hat die eine mit dem anderen was am laufen, wobei sie wiederum einen ganz anderen liebt, der sie nicht will, weil er nicht kann. oder da ist eine andere sie, die mit drei kerlen spielt. den einen verarscht sie, um an den anderen zu kommen, was nichts wird. trost wird bei dem dritten gesucht, der das spiel nicht blickt und sich unglücklich verliebt. darüber hinweggekommen, verliebt er sich neu und nach geraumer zeit gesteht die neue liebe, dass doch keine gefühle da sind. oder der junge, der ein mädel liebt, das nicht über die letzte beziehung hinwegkommt und mit nem anderen was startet, die sich dadurch in ein gefühlschaos stürzt mit ihrer eigentlichen beziehung, an der sie kopfmäßig mehr hängt, als das herz es eigentlich will. und beschissen wird es an der stelle, wenn man da sitzt und sich in der geschichte wiederfindet und sieht, dass selbst die anderen stories einem was angehen, da man irgendwie mit drin steckt. und die quintessenz der ganzen misere ist, dass alle unglücklich sind. und wozu eigentlich, fragt man sich da? letztendlich wollen doch alle nur glücklich sein. und es könnte auch alles viel einfacher sein. aber scheinbar wollen das viele nicht. denn der einfache spaß an- und miteinander beißt sich mit den festen zwängen einer beziehung – obwohl beides irgendwie gewünscht und gewollt ist. verschiedene erwartungen werden nicht angesprochen in der hoffnung, dass man mal schaut, was sich daraus entwickelt – und verletzt beide. ausgeheult wird sich denn bei allen und niemand. mit anderen drüber reden ist dann doch einfacher, als es der betreffenden person einfach mal zu sagen. es ist eben doch schön, in seinem kopf eine eigene kleine soap zu haben. ist auch viel geiler, so ein kopfkino, denn das ist letztendlich more powered by emotions als irgend eine sat1-telenovela oder hollywood-schnulze. da steckt man eben viel mehr drin und ist sein eigener regisseur. nur scheiße wirds an der stelle, wenn man genau das ausdrücken möchte, aber auch irgendwie nicht kann. vielleicht auch, weil es eben so kompliziert ist. und da wünsch ich mir doch die zeit zurück, in dem das einfach mit einem zettel geregelt wurde, der auf dem tisch der angebeteten in der klasse zurückgelassen wird mit der frage, ob man miteinander gehen möchte. ja, warum eigentlich nicht?

edit: jetzt saß ich doch den abend an dem stück anstatt zu lernen, bin aber immernoch nicht ganz zufrieden oder fertig…

nochmal edit: wieder weiter dran gebastelt. hier neue version…

schon wieder edit: kleinigkeit dran verändert in der mitte des songs. was ist besser?

ein letztes mal edit: finale version:

download als .zip HIER!


14 Antworten auf “die kacke mit den lovesongs…”


  1. 1 głupia małpa 20. Juni 2009 um 0:44 Uhr

    ich hab das gefühl, dass deine songs einfach nur einen tick langsamer seien müssten um super duper zu sein. auf der anderen seite is das auch irgendwie reizvoll, wenn die so abgehen. erinnert mich an super mario. grüße

  2. 2 gaunerpack 20. Juni 2009 um 12:11 Uhr

    ich hatte das stück ein paar bpm langsamer, nur war mir gestern irgendwie danach, das stück ein wenig schneller zu machen, weil ich das gefühl hatte, es wird dadurch tanzbarer. aber wie gesagt, ich arbeite noch dran und vielleicht wirds ja auch wieder anders im tempo. hab auch schon gemerkt, dass sie beats ganz schön laut sind und gerade der letzte teil des songs noch mehr kakophonisch als der rest des stücks ist. aber auf jeden fall ist grad die motivation wieder da, mal ein stück fertig zu machen. zu viele ideen aufm computer für zu wenig zeit gerade wegen uni und so. schade eigentlich. schöne grüße nach polen!

  3. 3 name 20. Juni 2009 um 21:51 Uhr

    ich hab zwar technisch gesehen keine ahnung von musik — aber diese verzerrungen (das zeug, was mich an hintergrundrauschen erinnert, sorry) sprechen mich nur an, wenn sie noch dynamischer kommen und gehen. damit du auch mal ne triviale meinung hast.

  4. 4 Frutti di mare 21. Juni 2009 um 15:32 Uhr

    Ich beneide dich darum, dass du immer alles so auf den Punkt bringen kannst. Hast vollkommen recht. Und geht ziemlich steil das Lied. Typisch GP find ich! Und das ist Klasse!

  5. 5 gaunerpack 21. Juni 2009 um 17:49 Uhr

    @name: meinst du mit dem „hintergrundrauschen“ das, was zb. ganz am schluss zu hören ist? bin mir nicht ganz sicher, was du sonst meinen könntest.

    @frutti di mare: dankeschön. fühl mich durch sowas immer sehr geschmeichelt ^^

  6. 6 name 21. Juni 2009 um 23:44 Uhr

    ja! sorry, ich kann mich da nur total grenzdebil ausdrücken. bei der vorletzten version bei 1min15, sowas. die neueste mag sich irgendwie nicht abspielen lassen im moment.

  7. 7 Ich wieder... 22. Juni 2009 um 12:59 Uhr

    Also die allerneuste Version ist die geilste, der Zwischenteil ruettelt das ganze nochmal auf und gibt dem Lied das gewisse etwas. [Auch wenn es mir so vorkommt, als wenn der eine Ton etwas schraeg ist (der vorletzte ‚tiefe‘) und nicht ganz reinpasst, am Ende vom Mittelteil, aber da kann ich mich auch irren und er ist einfach nur unerwartet ;)
    Nach mehrmaligem Hoeren der Stelle, waehrend ich das schrieb, weiss ich auch nicht mehr, was ich da gehoert hab… :D]

    Also alles Super. Einmal die neuste Version bitte, zum mitnehmen!

  8. 8 gaunerpack 22. Juni 2009 um 14:31 Uhr

    falls du wirklich die melodie bei 1:15 meinst, ist das n analoger synthesizer. falls du eher die schläge ab 1:25 meinst, ist das ne snaredrum mit bitcrusher kombiniert. letzteres sorgt dafür, dass das ein wenig trashig nintendomäßig klingt. beides ist eher gewollt, als hintergrundrauschen. ich hoffe mal, wir reden hier vom mittelteil. ich hab hier ma ne skizze dessen, was dort nur verwendet ist mit erklärungen. denn mir liegt echt was daran, zu erfahren, was gemeint ist:

    KLICK!

    hoffe mal, das klappt mit dem anzeigen. zum vergrößern raufklicken.

    mehr ist da echt nicht drin, was rauschen könnte. und auch irgendwelche störungen beim aufnehmen oder so sind nicht möglich, da alles midimäßig eingespielt ist, also nichts aufgenommen wurde außer des gesangs.

    was den download angeht: später, ich hab irgendwie das bedürfnis, noch text einzubauen. vielleicht wirds noch was ;) denn gibt den download. auf jeden fall schon ma danke an alle, die interessiert sind! freut mich echt.

  9. 9 name 22. Juni 2009 um 18:39 Uhr

    das mit dem rauschen war wohl quatsch :). es muss der synthesizer gewesen sein, den ich meinte. am ende taucht nochmal sowas in der art auf. ich kann mich da auch immer noch nicht viel besser ausdrücken — aber wenn sowas „dynamischer“ kommt, ist das geil. keine ahnung… schneller, sprunghafter… du machst musik, nicht ich :D.

    text bietet sowie viel identifikationspotential, übrigens.

    ich freu mich auf den download.

  10. 10 gaunerpack 25. Juni 2009 um 23:32 Uhr

    nachdem ich den song nun ewige male immer und immer wieder angehört habe, bin ich doch sehr zufrieden damit und finde, dass dem nichts mehr hinzu gefügt werden sollte. jedoch werd ich mich erst am wochenende mit dem mastering auseinandersetzen und denn wirds den auch gleich uffe hand zum mitnehmen geben. danke an alle!

  11. 11 Party, Oi! und Dosenbier! 29. Juni 2009 um 22:01 Uhr

    wenn ich nochwas hinzufügen darf.. song nicht schlecht.. aber der bass ist zu schnell. der rest kommt nicht wirklich hinterher.. aber sonst sehr gelungen..

  12. 12 RDPS 30. Juni 2009 um 3:23 Uhr

    ich möchte mich dem menschen über mir anschließen. grade gegen ende des songs rennt der bass dem rest ein wenig davon so ab 2:30 circa

  13. 13 momente 04. Juli 2009 um 19:14 Uhr

    Ich finds richtig geil. Bei uns in der Thüringer Szene kennt schon jede/r dritte Gaunerpack, wenn nicht sogar mehr. Performe die Teile doch mal live, kommt bestimmt gut an!

  1. 1 der kollege.. « Pingback am 20. Juni 2009 um 23:36 Uhr

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>